Seniorenbetreuung – mehr als Haushaltshilfe

Solange die als Seniorenbetreuung beschäftigte Frauen von ihrer Firma entsendet werden oder in ihrem Heimatland als selbstständige Betreuungskraft gewerblich gemeldet sind, ist alles in Ordnung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden eingehalten, alles verläuft rechtskonform. Die Frauen, die aber durch Mund-zu-Mund-Propaganda vermittelt werden und so arbeiten oder die Familien, welche aber die ausländische Betreuung, z.B. polnische Seniorenbetreuung unter der Hand beschäftigen, machen sich strafbar und sollten sich dessen bewusst sein. Die Frauen betrachten ihre Arbeit, wobei diese immerhin eine anspruchsvolle Aufgabe ist, sehr ernst. Zum Wohle ihrer Pfleglinge sind sie imstande, tatsächlich viel zu machen, um diese wieder auf die Beine zu stellen. Ihr Alltag beginnt sehr für, endet spät in der Nacht und den ganzen Tag lang sind sie auf dem Trab. Viele von ihnen vermissen auch ihre Familien, aber dies machen sie eben für ihre Kinder. Mit dem Verdienst bis zu 1500 EUR sind sie in ihren Heimatländern die bestverdienenden Frauen. Verpflegung und Unterkunft haben sie dabei frei und der Umgang mit den zu pflegenden Personen verläuft meistens reibungslos. Außer der Unterstützung und Hilfe als Haushaltshilfe, Kinder- oder noch Behindertenbetreuung, was geplant und im Arbeitsvertag vorgeschrieben steht, wird die Seniorenbetreuung aus Polen im Laufe der Zeit oft zu einem neuen vertrauten Ansprechpartner, wenn nicht zu einem neuen Wohnfreund oder sogar zum Familienmitglied, was mehrmals nicht geplant wurde. Woran lässt sich dies erkennen? Die zu betreuenden Menschen können sich einen Alltag ohne ihre Betreuerinnen schon gar nicht mehr vorstellen. Das einzige, was es übrig bleibt, ist nur das Gefühl zu haben, dass sich unsere kranken Eltern wirklich in guten und sicheren Händen befinden.

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